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History

60 Süße Jahre

medererDer im Jahr 1948 gegründete Konzern blickt auf eine erfolgreiche Unternehmensgeschichte zurück. Willi Mederer, Vater und Vorbild des heutigen Eigentümers Herbert Mederer, beginnt nach dem Krieg zunächst mit der Produktion von Nudeln. Teigwaren können aufgrund der problemlosen Beschaffung von Mehl gut und günstig hergestellt werden. Bald schon wird der vormals rationierte Zucker für die Massenfabrikation freigegeben, so dass nun Pfefferminzdragees das Angebot Mederers verstärken. Besonders im Süden Deutschlands nehmen viele Tante-Emma-Läden die süsse Ware in ihr Angebot auf. Ein Aussendienst entsteht, der die Einzelhändler beliefert – doch zu wichtigen Kunden kommt immer noch der Chef persönlich.

 

Auf Expansionskurs

In den 50er und 60er Jahren setzt Willi Mederer konsequent auf Erweiterung. Sowohl seine Produktpalette wie die wachsende Zahl der Mitarbeiter zeugen von der Beliebtheit der Fürther Zuckerwaren. Brause, Kokosflocken und Schokobananen sind nur einige Beispiele aus dem immer umfangreicheren Sortiment.

 

mederer03Fortan vertreibt der geschäftstüchtige Macher sein Angebot unter der Marke  „Wilmed“ . Bereits 150 Mitarbeiter sorgen für den reibungslosen Herstellungsprozess von Geleefrüchten, Cremehütchen und vielem mehr. Die ersten Verkaufsbüros in Stuttgart und München sind Ergebnis der steigenden Nachfrage nach dem Naschwerk. Buchstäblich jede Hand wird gebraucht und so steigt Herbert Mederer 17-jährig in das Familienunternehmen ein. Parallel zu seinen Aktivitäten für „Wilmed“ absolviert er eine Konfektmacherlehre in Solingen und lernt auf diese Weise das Handwerk von der Pieke auf. Mit mehrjährigen Auslandsaufenthalten u.a. in Frankreich und Österreich bereitet sich der Junior auf künftige Führungsaufgaben im elterlichen Betrieb vor.


TROLLI wird geboren


erste verpackungMit der Zeit nimmt die Fruchtgummiproduktion einen immer grösseren Stellenwert ein. Mederer gelingt es, sich besonders auf diesem Sektor durch hohe Qualitätsstandards einen Namen zu machen. Mit dieser zunehmenden Konzentration auf Gummibonbons geht auch die Suche nach einem einprägsamen und pfiffigen Markennamen einher. Im Jahr 1975 ist er geboren: TROLLI lautet die eingängige Kreation. Zurückgehend auf die Legende der Trolle, kinderliebender Waldwesen,  soll der Name vor allem für Kinder ansprechend wirken. Diese Hoffnung erfüllt sich in den folgenden Jahren. Bei den lieben Kleinen ( und den naschhaften Grossen) entwickelt sich TROLLI zum Synonym für leckeres Fruchtgummi. Über die Grenzen Deutschlands und Europas hinaus kann das Fürther Unternehmen immer neue Absatzmärkte erschliessen. Schon unter der Führung des Firmengründers Willi Mederer wird der amerikanische Markt anvisiert. Wie erfolgreich sich TROLLI in den USA etabliert, kann der Seniorchef leider nur ansatzweise erleben. Willi Mederer stirbt im Jahr 1984.


Innovation statt Imitation

anlageDie Exporte über den „grossen Teich“ belaufen sich schnell auf 40 Tonnen täglich. Besonders der einst auf einer Drehbank in Messing kreierte „Wurrli“, von den Amerikanern „Squiggle“ genannt, wird zum Kassenschlager. Auch saure Artikel bereichern das Sortiment und den Gaumen der Verbraucher. Durch diese Erfolge angespornt, beschliesst Herbert Mederer, sich völlig auf die Entwicklung und Produktion innovativer Fruchtgummis zu konzentrieren. In Creston/Iowa baut der agile Unternehmer 1986 eine hochmoderne Produktionsanlage mit einer jährlich wachsenden Kapazität.

Selbst zweilagige Gummi-/Schaumprodukte sind mit den technisch raffinierten Mogulanlagen exakt herzustellen. Ein Beispiel für dieses neuartige Naschwerk sind die Apfelringe, die nach ihrer Erfindung häufig kopiert wurden. Der 1989 entstandene TROLLI- Burger stellt ein weiteres Highlight aus der Kreativwerkstatt dar. Bislang wurden von dem mehrlagigen Fruchtgummi-Burger über 100 Mio. Stück verkauft. Solche Verkaufserfolge sorgen auch in der Branche für Furore. Und so wird der Einfallsreichtum Herbert Mederers im Jahr 1993 mit dem Candy Kettle Award honoriert. Derweil sorgen die Verbraucher für einen stetig wachsenden Mederer- Absatz. Die Gründung der Tochtergesellschaft Trolli Iberica S.A. in Valencia (Spanien) im Jahr 1994 und der Aufbau einer Produktionsstätte in Jakarta (Indonesien) 1997 zeugen von der jakartainternationalen Ausrichtung des Konzerns.

Um speziellen Verpackungsvarianten gerecht zu werden, wird im Jahr 1995 die Firmentochter Trolli Bohemia s.r.o. in Pilsen (Tschechien) als spezialisierter Konfektionier- und Abpackbetrieb errichtet.


Zwei neue Familienmitglieger - Efruti & Gummi Bear Factory

Der im Jahre 1998 in die Mederer-Gruppe integrierte Fruchtgummi-Spezialist Efruti stärkt die Leistungsfähigkeit des Fruchtgummiinnovators.

Gummi Bear Factory mit den zwei Produktionsstätten Boizenburg und Hagenow wird im Jahre 2000 übernommen, um die ständig steigende Nachfrage nach Trolli-Produkten dauerhaft befriedigen zu können.

 

Trolli im fernen China

Um neue Exportmärkte zu erschliessen bzw. auszubauen, baut Mederer im Jahr 2001 mit dem spanischen Multi Joyco im Rahmen eines Joint-Venture einen Produktionsstandort in Guangzhou, China auf. Drei Jahre später übernimmt Mederer das Joint-Venture zu 100 % und gibt ihm einen neuen Namen: Trolli Guangzhou Confectionery Co. Ltd. China. Dort werden von nun an vor allem die Märkte Australien, Neuseeland, USA, Kanada, Saudi Arabien und der chinesische Heimat-Markt bedient.


High Tec in Hagenow

 

HagenowIm Jahr 2007 wird am Standort Hagenow, Mecklenburg-Vorpommern ein hochmodernes Hochregallager in Betrieb genommen. Durch die Vollautomatisierung des Lagerbetriebes zählt es zu einem der modernsten in Europa. Gleichzeitig wird die Produktion auf deutlich höherem technischen Niveau ausgebaut.
 
Die Erfolgsgeschichte geht weiter …

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Mann ist Saures